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Interview mit Dr. Robert Schachinger


"Plastische Chirurgie ist mehr als nur Fettabsaugung...."


I: Sie sind seit vielen Jahren erfolgreich in der Plastischen Chirurgie tätig, haben Sie den Schritt, Medizin zu studieren, jemals bereut?

Dr. Robert Schachinger: Nein, als ich damals meine Facharztausbildung zur Plastischen Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie abschloss, glaubte ich immer, dass es noch etwas mehr, als nur die Operation des/r Patienten/in geben muss. Leider konnten mich zahlreiche Aus- und Weiterbildungen weltweit von meiner Skepsis nicht restlos überzeugen.

I: Was meinen Sie damit?

Schachinger: Nun, ich glaube, dass durch die Schnelllebigkeit der heutigen Welt, nicht mehr alles unumschränkt wahrnehmbar ist. Normalerweise hat eine Geschichte einen Anfang und ein festes Fundament auf dem sie basiert. Es ist leider gängige Praxis geworden, Bruchstücke aus einer Geschichte zu reißen und damit das eigene Bedürfnis nach Anerkennung, aber auch das eigene Selbstvertrauen zu befrieden.

I. Haben Sie sich deshalb entschlossen an einem Hilfsprojekt aktiv teilzunehmen?

Schachinger: Wie gesagt, ich wollte die Medizin aus einem anderen Gesichtspunkt kennen- und beurteilen lernen. Daher entschloss ich mich, als leitender Arzt, an einem internationalen Entwicklungsprojekt in Nepal mitzumachen.

I: Was konnten Sie aus dieser Erfahrung von Nepal mitnehmen?

Schachinger: Abgesehen von den weniger optimalen Arbeitsbedingungen, welche sich durchaus als sehr lehrreich erwiesen, zeigte sich mir ganz deutlich, dass die Reise der menschlichen Gesundung und damit Entwicklung, im Inneren beginnt, dann erst, tritt sie sichtbar in Erscheinung.

I: Wenden Sie diese Grundsatz an Ihren Patienten an?

Schachinger: Ja! Ich habe viele Patienten, die durch die permanente Werbung, die uns täglich vorgaukelt, was wir brauchen oder zu sein haben, kein Selbstbewusstsein mehr haben. Hier gilt es zuerst das Innere zu erfragen: was möchte ich eigentlich mit einer etwaigen Korrektur an meinem Körper bewirken? Dann erst kann ich gemeinsam mit dem Patienten, den weiteren Behandlungsverlauf, die Vorstellungen vom Aussehen und Wirkung, aber auch falsche Vorstellungen von einem plastischen Eingriff, besprechen.

I: Sind alle Patienten nach einem konservativen oder chirurgischen Eingriff glücklich?

Schachinger: Ich denke, dass wir einen sehr hohen Prozentsatz haben die ihr Ziel erreichen. Es gibt sicher Fälle, bei denen sich die Bedürfnisse auch wieder ändern. Ich bespreche zB bei einer Brustvergrößerung alles vorher genau mit der Patientin ab. Das fängt bei der Vorstellung der Form, Größe, Schnittsetzung und dem gewünschten Resultat an und hört bei der Abschlussuntersuchung auf.

I: Lehnen Sie auch Eingriffe, wie zB übertriebene Gesichtliftings ab?

Schachinger: Ja. Ich muss mir vor jedem Eingriff einen Einblick in die Person verschaffen können. Es ist beiden Teilen nicht geholfen, wenn nicht das gewünschte Resultat am Ende dabei herausschaut. Erst wenn man klare und vor allem realistische Vorstellungen vom Äußeren hat, steht der Heilung und Schönheit nichts mehr im Wege. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Korrektur im Gesicht oder anderswo am Körper handelt.

I: Wie beurteilen Sie die Entwicklungen in der modernen Medizin?

Schachinger: Ich finde es grundsätzlich gut, dass mehr Qualität und Standardisierung gefordert wird. Diese Ansprüche dürfen allerdings nicht dazu führen, dass Ärzten wertvolle Behandlungszeit am Patienten genommen wird.

I: Wie lassen sich Qualität, Dokumentation und Standardisierung vereinen?

Schachinger: Wir wollten schon immer ein Qualitätsmanagement haben, dass sowohl die Behandlungsqualität und Sicherheit zB der Implantate, aber auch die internen Abläufe zB die Sterilisation der Instrumente, gewährleistet. Aus diesem Grund konnten wir Ende 2010 das begehrte Zertifikat nach ISO 9001 erlangen. Nun können wir höchste Professionalität in sämtlichen Bereichen nachweisen, wie zB Aufklärung, Qualität, Dokumentation, Prozessablauf und Operationstechnik. Und es ist dabei sichergestellt, dass unsere Patienten nicht zu einer fortlaufenden Nummer werden.

Wir bedanken uns für das Gespräch